"Passau goes Uruguay"
Anlass zur nun schon zweiten Reise war der Kolpingjugendtag mit Leuten aus Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay und unserem Partnerland Uruguay. Am 27. Januar starteten wir, dass sind Manu, Kathi, Thomas, Christiane, Flo, Johanna, Michi und Simone, in Richtung Uruguay. Nach 15 Stunden hoch oben in der Luft und einem Umstieg in Madrid landeten wir bei 32° C am Flughafen in Montevideo. Dort wurden wir gewohnt herzlich von unseren Freunden empfangen. Zusammen mit der Gruppe aus Chile ging es dann ab ins Kolping-Hotel. Durch ein gutes Mittagessen gestärkt ging es am Nachmittag zur Schule, in der der Jugendtag stattfand und wir halfen bei den Vorbereitungen mit. Am nächsten Tag trafen die Teilnehmer aus den anderen Ländern ein. Nach den offiziellen Grußworten stellte jedes Land ein Stück seiner Kultur vor. Natürlich führten auch wir einige Volkstänze in Tracht vor. In den nächsten Tagen beschäftigten wir uns mit der Jugendarbeit in den verschiedenen Ländern und deren Problemen. Außerdem standen Besuche bei einigen sozialen Projekten an, wie zum Beispiel einer Schule in einem Armenviertel. Beim Abschlussgottesdienst im Dom von Montevideo Übergaben wir den Uruguayos ein Freundschaftsbanner mit Symbolen unserer Partnerschaft.
Als der Jugendtag vorbei war, teilten wir uns in vier Zweier-Gruppen auf. Jede Gruppe besuchte dann für vier Tage eine Kolpingsfamilie, in den verschiedensten Teilen des Landes: Manu und Thomas besuchten Rivera, die Heimatstadt von Andrés, hoch oben im Norden an der Grenze zu Brasilien. Nach einer ausgedehnten Erkundungstour durch die Stadt statteten die beiden auch der Kolpingsfamilie von Tacuarembo einen Besuch ab. Kathi und Simone waren bei Kathe, Polino & Co. in Florida zu Besuch. Bei einem Besuch in einem "Zoo" gingen die beiden auf Tuchfühlung mit einem Löwen. Auch wurde Kathi und Simone das Bäckerei-Projekt gezeigt, das mit Spenden aus Passau finanziert wurde. Unter der Leitung von Betty, Natalia und Baylena erkundeten Christiane und Michi Durazno. Mit dem Fahrrad ging es zu den Sehenswüdigkeiten der Stadt. Dort machten sie bei einer typischen "Ronda" für obdachlose Kinder mit und bekamen so einen Einblick in die tägliche Kolpingarbeit vor Ort. Bei einer gemeinsamen Fahrt zu einem Fußballspiel nach Florida erlebten sie einen grandiosen 3:1 Sieg von Durazno mit. Johanna und Flo inspizierten mit Lucia, Mauricio usw. die Arbeit (Renovierung des Kolping-Hauses) der Gruppe aus dem letzten Jahr. Die beiden waren in Los Cerillos zu Gast. Nach einem Ausritt und einem Besuch einer nahe gelegenen Kolpingsfamilie kochten die beiden für die Gastgeber einen Rinderbraten mit original bayrischen Semmelknödeln.
Den Abschluss dieses Besuches bildeten drei sehr schöne Tage mit einigen unserer alten und neuen Freunde. Nach der Doppel-Geburtstagsfeier von Christiane und Natalia, der neuen Nationalvorsitzenden von Uruguay, machten wir uns wieder auf den Weg in die Hauptstadt Montevideo. Am Tag der Abreise konnten wir noch in der Innenstadt Mate-Zubehör und sonstige Souvenirs einkaufen. Leider waren diese zwei Wochen wieder viel zu schnell vorbei und wir mussten bei 38°C unsere Heimreise ins winterliche Deutschland antreten. Auch dieses Mal fiel uns der Abschied nicht leicht. Da wir in Madrid acht Stunden Aufenthalt hatten, nutzten wir die Zeit, um noch ein paar Sehenswürdigkeiten der spanischen Hauptstadt zu besichtigen.
Zum Ende unseres Berichts möchten wir uns noch bei allen bedanken, die durch Spenden den Jugendtag möglich gemacht haben. Die Spenden wurden ausschließlich zur finanziellen Unterstützung für das Partnerland Uruguay verwendet. Ein besonderer Dank geht an Maria Sprüderer, die in mühevoller Arbeit das Freundschaftsbanner genäht und bestickt hat. Und nicht zuletzt gilt unser Dank dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Bezuschussung unserer Flugkosten sowie den Mitarbeiter/-innen des Jugendhauses Düsseldorf als vermittelnder und kompetent beratender Fachstelle für die Förderung internationaler Jugendbegegnungen. Wer noch mehr über die Begegnung in Uruguay erfahren möchte oder sogar einen Vortrag in seiner Kolpingsfamilie haben will, kann sich jederzeit hier melden.
von Manuel Sprüderer und Michael Alfranseder
|